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Gesundheit von Zeitarbeitskräften verbessert

Bei den Zeitarbeitskräften in Deutschland hat sich das Gesundheitsrisiko verbessert. Das geht aus dem aktuellen Bericht zum Arbeitsschutz der Bundesregierung hervor, den das Kabinett beschlossen hat.

Den Arbeitsbedingungen und dem Gesundheitszustand von Beschäftigten in der Zeitarbeit ist in diesem Jahr ein eigenes Kapitel des Berichts gewidmet. 2016 lag die Zahl der Beschäftigten in der Zeitarbeit in Deutschland knapp unter einer Million. Viele von ihnen seien in Branchen mit belastenden körperlichen und umgebungsbezogenen Arbeitsbedingungen tätig, heißt es in dem Bericht. Dies spiegele sich in der gesundheitlichen Situation wider. Zeitarbeiter berichteten häufiger von Schmerzen im unteren Rücken sowie Nacken- und Schulterbereich als Beschäftigte außerhalb der Zeitarbeit.

Zeitarbeitnehmer zufriedener mit Arbeitssituation

 

Gleichzeitig zeige sich allerdings auch, dass sich die Arbeitssituation in der Zeitarbeit zwischen 2006 und 2012 verbessert hat. Zeitarbeitskräfte berichteten von mehr Handlungsspielraum und weniger Unzufriedenheit mit den Möglichkeiten zur Weiterbildung. Handlungshilfen und Konzepte helfen, die Arbeits- und Gesundheitssituation von Zeitarbeitskräften zu verbessern, so die positive Einschätzung im Bericht der Bundesregierung.

Weniger tödliche Arbeitsunfälle

 

Im allgemeinen Teil des Berichts zum Arbeitsschutz wurden für 2016 rund 959.000 Arbeitsunfälle registriert. Das sind 14.000 mehr als im Jahr zuvor und entspricht einem Plus von 1,5 Prozent. Dennoch ist die Unfallhäufigkeit, also die Zahl meldepflichtiger Arbeitsunfälle je 1.000 Vollzeitbeschäftigte, laut Bericht leicht gefallen, und zwar von 23,3 auf 23,2. Gesunken ist die Zahl der tödlichen Arbeitsunfälle: von 605 Fällen (2015) auf 557 Fälle (2016). Dies stellt einen neuen Tiefststand dar.

Bildquelle: stocksnap.io (CC0)

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